Über die Expertenliste: Wegweiser zu EffizienzexpertInnen

Die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes ist ein bundesweites Verzeichnis nachweislich qualifizierter Fachleute für energieeffizientes Bauen und Sanieren. Die eingetragenen ExpertInnen aus Energieberatung, Architektur, Ingenieurwesen und Handwerk aus dem gesamten Bundesgebiet decken mit ihrem Fachwissen die gesamte Bandbreite der Gebäude ab – von Privathäusern über kommunale und gewerbliche Gebäude bis hin zu Baudenkmälern. Je nach nachgewiesener Qualifikation sind die Fachleute als ExpertInnen für die jeweiligen Förderprogramme des Bundes zur Energieeffizienz in Wohngebäuden und/oder zur Energieeffizienz in Nichtwohngebäuden eingetragen.

Die dena koordiniert die Expertenliste. Sie ist Ansprechpartnerin für die eingetragenen ExpertInnen, prüft deren Qualifikationen und stichprobenartig auch Arbeitsergebnisse. Außerdem entwickelt die dena die Expertenliste laufend weiter, integriert neue Förderprogramme in das Qualitätssicherungssystem, optimiert die Webseite und die allgemeinen Rahmenbedingungen. Die dena stimmt sich dabei eng mit den Projektpartnern und Trägern der wichtigsten Förderprogramme des Bundes für Gebäudeeffizienz ab. 23 Netzwerkpartner, darunter Ingenieurskammern, Verbände und Energieagenturen, in ganz Deutschland unterstützen das Projekt. Die Expertenliste ist mit weiteren, auf qualitativ gleichwertigem Niveau existierenden Listen dieser Partner vernetzt.

Für die Prüfung der Eintragungsvoraussetzungen und die Eintragung in die Expertenliste werden Beiträge erhoben. Einen Überblick über die Beitragsstruktur erhalten Sie hier. Die Einnahmen werden ausschließlich für den Betrieb der Expertenliste verwendet. Unabhängige Wirtschaftsprüfer kontrollieren dies jährlich. Die dena informiert die Träger der Förderprogramme über die Ergebnisse dieser Prüfungen. Die für die Aufgaben der Expertenliste anfallenden Dienstleistungen werden marktüblich vergütet.

Warum eine zentrale Expertenliste?

Wer ein energieeffizientes Gebäude neu bauen oder im Rahmen einer Sanierung erreichen möchte, ist auf die Hilfe qualifizierter ExpertInnen angewiesen. Schon kleine Ungenauigkeiten in der Planungs- oder Bauphase können dazu führen, dass die erwarteten Einsparungen nicht erreicht und Fördergelder entsprechend nicht ausbezahlt werden können. In der Vergangenheit hatten Untersuchungen gezeigt, dass sowohl  bei Energieberatungen als auch bei Bauplanungen und -begleitungen die Qualität der Leistungen erheblich schwankte.

Um hier Verbesserungen zu erzielen, beschlossen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die KfW Bankengruppe (KfW), ExpertInnen für die geförderte Energieberatung und für hocheffiziente Sanierungen und Neubauten in einer bundeseinheitlichen Liste zu führen.