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BEG: Emissionsreduktionen und Fördereffizienz steigen weiter

Eine externe Evaluation der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zeigt, dass die BEG 2024 noch besser gewirkt hat als im Vorjahr.

Mit der BEG unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) Bürgerinnen und Bürger bei der energetischen Gebäudesanierung und bei der Umstellung auf das Heizen mit Erneuerbaren Energien. Um zu überprüfen, ob die gesetzten Ziele durch die BEG auch in der Praxis erreicht werden, legt das BMWE jährlich eine externe Evaluation vor – durchgeführt von einem unabhängigen Forschungskonsortium.

Höhere Nachfrage und Fördereffizienz der BEG
Die Anzahl der Förderfälle ist um rund 20 Prozent angestiegen, während die eingesetzten Bundesmittel und das Bruttoinvestitionsvolumen leicht gesunken sind. Dabei bleiben insbesondere die Förderzahlen in den Teilprogrammen zur Komplettsanierung (BEG Wohngebäude und BEG Nichtwohngebäude) sehr konstant, weil keine wesentlichen Änderungen in den Förderbedingungen von 2023 auf 2024 stattgefunden haben. Der Anstieg der Förderfälle ist im Wesentlichen auf eine höhere Nachfrage der Heizungsförderung bei den BEG Einzelmaßnahmen zurückzuführen. Gründe für die höhere Nachfrage können die im April 2024 geänderten Förderbedingungen und die neu eingeführten Boni in der Heizungsförderung sein. Da die Maßnahmen an der Heizungstechnik eine besonders gute Fördereffizienz aufweisen, haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Fördereffizienzen der BEG insgesamt verbessert.

Mehr Treibhausgasemissionen eingespart
Mit den geförderten Maßnahmen des Förderjahrgangs 2024 werden pro Jahr durchschnittlich rund 7 Terrawattstunden Primärenergie bzw. 7,1 Terrawattstunden Endenergie eingespart. Dies führt zur jährlichen Reduktion der THG-Emissionen um etwa 2,3 Mio. CO2-Äquivalente, was rund vier Prozent höher ist als im Vorjahr (im Vergleich 2023: 2,2 Mio. CO2-Äquivalente; 2022: 6,4 Mio. CO2-Äquivalente; 2021: 1,7 Mio. CO2-Äquivalente). Mit rund 93 Prozent entfällt der größte Teil der THG-Einsparungen auf die Sanierung mit Einzelmaßnahmen. Auf systemische Sanierungen in Wohngebäuden entfallen fünf Prozent und auf systemische Sanierungen in Nichtwohngebäuden entfallen rund zwei Prozent der THG-Einsparungen.

Positive Effekte auch in der Wirtschaft
Die durch die BEG-Förderung getätigten Investitionen im Jahr 2024 führen zu Wertschöpfungseffekten in Höhe von insgesamt rund 23,7 Mrd. Euro. Aufgrund der Unternehmensstruktur im Baugewerbe findet der Großteil davon in kleinen und mittleren Unternehmen statt. Mit den ermittelten Bruttowertschöpfungseffekten gehen entsprechende Arbeitsplatzeffekte einher: Es werden durch die BEG-Förderung rund 311.000 Vollzeit-Stellen gesichert oder neu geschaffen.

Mehr Informationen zu den Förderwirkungen der BEG sowie alle Berichte finden Sie auf der Website des BMWE.