©© Shutterstock/LichtwolkeKraftwerk an einem Fluss, das Abgase ausstößt

Treibhausgasemissionen im Jahr 2025 nur geringfügig gesunken

Die vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt veröffentlichten Zahlen zur Treibhausgasemission zeigen Bedarf an zusätzlichen Klimaschutzmaßnahmen.

Das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt (UBA) haben eine Pressemitteilung zu den Treibhausgasemissionen in Deutschland für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Zahlen zeigen, dass sich der Rückgang klimaschädlicher Emissionen verlangsamt hat. So wurden im letzten Jahr rund 649 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente emitiert. Damit sanken die Emissionen nur um knapp eine Million Tonnen (0,1 Prozent) im Vergleich zu 2024. Dank der zunehmenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, verzeichnet der Sektor Energiewirtschaft einen Rückgang um 0,6 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente. In den Sektoren Verkehr und Gebäude stiegen die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr jedoch an.

Im Gebäudesektor besteht weiter großer Handlungsbedarf. Obwohl das Tempo beim Umstieg auf klimafreundliche Energien noch zu niedrig war, ist eine deutlich gestiegene Akzeptanz für die klimafreundliche Wärmepumpe festzustellen: So hat die Wärmepumpe 2025 die Gasheizung als meistverkaufte Heizungsart überholt und wurde 299.000-mal verkauft – 55 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Bundesumweltminister Carsten Schneider: “Deutschland ist auf dem Weg zur Klimaneutralität mit rund 48 Prozent Treibhausgas-Reduktion gegenüber 1990 schon weit vorangekommen. Ohne die Fortschritte der Vergangenheit wären wir heute noch abhängiger von Öl- und Gas-Importen. Bei den Emissionen waren die Fortschritte zu langsam. Zugleich können wir eine gestiegene Akzeptanz für Klimaschutztechnologien feststellen.”

UBA-Präsident Dirk Messner: “Die Emissions- und Projektionsdaten zeigen, dass sich der Klimaschutz sektorübergreifend leicht verlangsamt […] Zentrales Fundament bleibt eine erfolgreiche Energiewende mit einem weiterhin starken Ausbau der erneuerbaren Energien.”

Deutschland konnte seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um 48 Prozent reduzieren. Um das gesetzliche Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 65 Prozent zu senken, braucht es daher zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen. Ab 2026 müssten die Emissionen bis 2030 pro Jahr im Schnitt um 42 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente sinken.

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